Beckenbodentherapie / Beckenbodentraining

Beckenbodentherapie. Mehr als nur „Lift fahren“!

Ein gesunder Beckenboden ist elastisch, kraftvoll und bildet die Basis für ein sicheres Körpergefühl.

Der Beckenboden

  • besteht aus einem Netzwerk aus Muskulatur und Faszien (myofasziales Netzwerk)
  • ist eine dreidimensionaler Körperarchitektur in 3 Schichten
  • öffnet und schließt, kann halten und loslassen
  • arbeitet wie ein straff gespanntes elastisches Trampolin
  • unterstützt die Position der Organe

Beckenboden, Zwerchfell und Bauchmuskulatur spielen in faszinierender Art und Weise zusammen. Dieses Zusammenspiel des myofaszialen Netzwerks gibt uns Halt und Stabilität.

Warum spreche ich von Beckenbodentherapie und nicht von Beckenbodentraining?

Je nach Problematik kann der Beckenboden geschwächt, verspannt, unelastisch und/oder ausgeleiert sein. Er ist Teil eines komplexen Systems, in das viele verschiedene Strukturen (Muskeln, Faszien, etc.) Einfluss haben. Das bedeutet, dass ein und dasselbe Beschwerdebild unterschiedliche Ursachen haben kann.

Häufig stören Dysbalancen die Funktion des Beckenbodens. In dem Fall ist der Beckenboden selbst nicht zwingend geschwächt. Oft verfilzen die Faszien oder hängen durch. Die Muskulatur reagiert dann mit Verspannungen. Der Beckenboden verliert an Beweglichkeit und Elastizität. So können zum Beispiel Schmerzen entstehen. Auch kann es dazu führen, dass die notwendige Gegenspannung bei vermehrtem Druck nicht mehr erzeugt werden kann. Dadurch kommt es beim Husten, Niesen, Springen, etc. dazu, dass man nicht mehr „ganz dicht“ ist.

Ziel in der Therapie ist es, die Dysbalancen zu beseitigen. Der Beckenboden bekommt seine Elastizität, Kraft und Spannung zurück. Er kann seine Funktion wieder ausüben und die „Uuups-Momente“ werden weniger und verschwinden im besten Fall gänzlich.

Der Beckenboden wird in der Therapie mit gezielten Übungen trainiert. Dem gehen meist intensive Wahrnehmungsübungen voraus, da die Aktivierung des Beckenbodens oft einiges an Übung benötigt. Wenn nötig, kommen auch manuelle Therapiemethoden zum Einsatz.

Bei einigen Störungen wie z.B. Dranginkontinenz, ist meist auch ein Verhaltenstraining notwendig.

Für welche Beschwerdebilder kann Beckenbodentherapie helfen?

  • Inkontinenz / Blasenschwäche
  • Schmerzen im Intimbereich
  • Schmerzen in Rücken, Bauch, Hüfte
  • ausstrahlende Schmerzen in Intimbereich, Leiste, Bauch, Gesäß, Rücken
  • sexuelle Funktionsstörungen
  • Blasenfunktionsstörungen
  • Verstopfung, Durchfall, Harndrang

Welche Therapiekonzepte kommen bei Beckenbodentherapie zum Einsatz?

Je nach Beschwerdebild und Ursache kommen verschiedene Behandlungsmethoden zum Einsatz. Meist ist es eine Kombination aus folgenden Behandlungskonzepten. Sie werden nach Ihren Bedürfnissen individuell zusammengestellt.